Eine Pressemeldung, die es nie gab

Diese Erweiterung von Positionen mehrerer Firmen zum Gesundheitsmanagement ist mir vielleicht zu phantasievoll geraten 🙂

Die Gesundheit der Mitarbeiter und ihre ArbeitsfĂ€higkeit ist von entscheidender Bedeutung fĂŒr die Leistung und den Erfolg von Unternehmen. Gesunde Mitarbeiter, die sich in ihrem Arbeitsumfeld wohlfĂŒhlen und gesund sind, sind motivierter und leistungsfĂ€higer. Darum haben wir in unserem Unternehmen eine erhöhte Aufmerksamkeit in Unternehmen dafĂŒr entwickelt, Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz zu fördern und Krankheit zu verhindern.
Gesundheitsmanagement ist im breiteren Sinne zu verstehen: die PrĂ€vention von UnfĂ€llen und arbeitsbedingter Krankheit mĂŒssen ĂŒber die gesetzlichen Vorschriften und arbeitsmedizinischen Vorschriften hinausreichen, ohne allerdings dabei zu vergessen, wenigstens die gesetzlichen Vorschriften selbst schon einmal ausreichend zu beachten. Unternehmen mĂŒssen auch prĂ€ventiv-medizinische Handlungsfelder der Gesundheitsförderung identifizieren und sich selbst zu AktivitĂ€ten fĂŒr Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz verpflichten.
Wir brauchen Organisationsstrukturen, in denen zielgerichtet Maßnahmen entwickelt werden und die die notwendige Management-Aufmerksamkeit und -Promotion erhalten, damit das Gesundheitsmanagement in Unternehmen gefördert wird. Wir werden dabei aber den Arbeitsschutz nicht im Gesundheitsmanagement marginalisieren. Arbeitsschutz ist mehr, als nur die möglichst kostengĂŒnstige Abwehr von Haftung.
Gesundheitsbewusstsein und -förderung ist ein integraler Bestandteil von PersonalfĂŒhrung. Gesunde FĂŒhrung umfasst dabei nicht nur die unmittelbare FĂŒhrung von Menschen, sondern im Bereich des Arbeitsschutzes auch die Mitbestimmung durch die Mitarbeiter bei der Gestaltung von FĂŒhrungsstrukturen und Organisationen.
Gesundheit muss in vielen Unternehmen erst noch zu einem Thema fĂŒr Mitarbeiter (Selbstverpflichtung) und FĂŒhrungskrĂ€fte (FĂŒhrungsverpflichtung) gemacht werden, in unserem Unternehmen waren es jedoch die Mitarbeiter selbst, die beim von uns bisher vernachlĂ€ssigten Themenfeld der psychischen Belastungen die Initiative ĂŒbernahmen: Der Betriebsrat machte die UnternehmensfĂŒhrung auf die Notwendigkeit aufmerksam, auch die psychische Gesundheit und und das seelische Wohlbefinden am Arbeitsplatz zu fördern. Obwohl wir schon vor zehn Jahren psychische Belastungen im Handbuch unseres Arbeitsschutzmanagementsystems wenigstens erwĂ€hnten, gab es dazu bis heute entgegen den Vorschriften des Arbeitsschutzes beispielsweise keine Pflichtunterweisungen.
Dank der Initiative unseres Betriebsrates wird der Kulturwandel in unserem Unternehmen jedoch so gefördert, dass ein mitbestimmter ganzheitlicher Arbeitsschutz möglich wird. Wir haben verstanden, dass die in OHSAS 18001 geforderte Kommunikation sich nicht auf eine Kommunikation von oben nach unten beschrĂ€nkt und halten es deshalb auch nicht fĂŒr anmaßend, dass Mitarbeiter mitbestimmen wollen, wenn es um ihre eigene Gesundheit sowie um die Beurteilung ihrer Leistungs- und Arbeitsbedingungen geht. In diesem Bereich werden wir nun zuerst unsere Hausaufgaben machen und nach einer Wartezeit von vielen Jahren unserer unternehmerischen Verantwortung gerecht werden.
Besonders wichtig ist Aufmerksamkeit und UnterstĂŒtzung durch das Top-Management, um die Relevanz des Themas “gesunde Unternehmen” im mittleren Management und bei den Mitarbeitern zu verdeutlichen. Das Top-Management ist darauf gut vorbereitet, denn ihm ist das Thema schon seit Jahren dank der ihm gewĂ€hrten persönlichen Trainer bekannt.

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